INSEL IBIZA

Das Erscheinungsbild der Insel ist geprägt durch die Hinterlassenschaften der vielen verschiedenen, historischen Epochen. Es wird davon ausgegangen, dass die Entwicklung ähnlich wie die der Inseln Menorca und Mallorca verlaufen ist.

Erste Spuren menschlicher Besiedelung reichen bis in die Bronzezeit zurück. Über die kontinuierliche Entwicklung geben Funde der Phönizier, Römer, Araber und Christen Aufschluss.

In der Zeit zwischen 2000 und 1600 v. Chr. entwickelte sich auf den Balearen die Talayot-Kultur (aus dem arabischen Atalavi, Ausblick). Während die Steintürme, Talayots, die als Wachtürme und Kultstätten galten, auf Menorca beispielsweise noch zu sehen sind, hat man auf Ibiza und Formentera keine Reste gefunden. Die Höhlenmalereien in Ses Fontenelles bei Sant Antoni sowie die die Megalithen von Ca Na Costa auf Formentera deuten darauf hin, dass die „Pitiusen" bereits um diese Zeit besiedelt waren. Vermutlich waren es iberische Hirtenvölker, die die Insel als erste erschlossen.– die Pinienreichen..

Im Jahr 654 v Chr. wurde von den Karthagern Ibiza-Stadt gegründet. Sie nannten sie Ibossim/Ebusim, was bereits an den heutigen Namen erinnert. Ibiza gehört damit zu den ältesten Städten Europas. Die Griechen, die die Insel zur Zeit der Karthager besuchten, gaben den Inseln Ibiza und Formentera aufgrund der zahlreichen Pinienwälder den Namen Pitiusen

Der Legende nach soll ca. 250 v. Chr. der berühmte Feldherr Hannibal auf Ibiza geboren worden sein.

Ab 200 v Chr., eroberten die Römer die Insel und machten Sie zur Kolonie. Kopien zweier römischer Statuen am Haupttor zur Altstadt von Ibiza und die kleine Brücke vor Santa Eulalia über den damals existierenden Fluss sind die noch heute sichtbaren Zeugnisse der Römerzeit.

Aus den Jahrhunderten nach der Zeit der Römer gibt es nur wenige Relikte, eines davon ist die Katakombenkirche von Santa Inés.

Nach jahrhunderte lang andauernden Bemühungen gelang den Arabern (Mauren) im 8. Jahrhundert die Eroberung Ibzias. Zum Schutz vor Rückeroberung wurden Befestigungsanlagen errichtet. Der 500 Jahre lang dauernde Einfluss macht sich heute noch im Dialekt und z. Bsp. Der Bauweise der Häuser, bei den Trachten, Tänzen und Musikinstrumenten bemerkbar.

Auf dem Hügel von Ibiza-Stadt entstand eine große Moschee und die Stadtmauern wurden verstärkt. Reste dieser Mauern und Wehrtürme sind noch heute sichtbar.

1235 eroberten die Katalanen Ibiza. Es wird die Geschichte erzählt, dass die Insel, die als uneinnehmbar galt, durch Verrat erobert werden konnte. Nachdem der damalige Scheich seinem Bruder eine wunderschöne Haremsdame wegnahm rächte sich dieser, indem er den Katalanen den Eingang eines Geheimgangs verriet, der vom Meer bis in die Festungsanlagen reichte. Der Ausgang ist heute noch in der Straße San Ciriaco in der Altstadt zu besichtigen (nicht zu betreten).

Die Moschee wurde abgerissen und die heutige Kathedrale errichtet. Nach und nach wurden die Dörfer nach christlichen Heiligen benannt und Kirchen errichtet wie z. B. Santa Eulalia, San Antonio, San Miguel und San Jorge. Die meisten übrigen Kirchen stammen aus dem 18. Jhdt. Die Sprache der Katalanen und der christliche Glaube wurden unter König Jaume I. wieder eingeführt.

1276 wurden die Balearen zum Königreich Mallorca zusammengefasst, das danach eigenständig und unabhängig vom Festland wurde.

In den Jahrhunderten danach wurden die Inseln immer wieder von Piraten überfallen. Aus diesem Grund wurden viele der Kirchen zu Wehrkirchen umgebaut. Die befestigten Mauern wurden teilweise sogar mit Kanonen versehen. Im 16. Jhdt. wurden die Stadtmauern von Ibiza-Stadt durch den italienischen Baumeister Calvi auf ihren heutigen Umfang ausgebaut.

Darüber hinaus sind noch heute einige Piratenwachtürme zu sehen, die damals errichtet wurden. Diese wurden entlang der gesamten Küste in Sichtweite voneinander gebaut. Sobald ein Piratenschiff gesichtet wurde entzündete man ein Warnfeuer, das vom nächsten Turm gesehen wurde. Dort wurde ebenfallsweiderum ein Warnfeuer entfacht und so weiter. Die Bevölkerung wurde dadurch gewarnt und hatte so die Möglichkeit in die Wehrkirchen zu flüchten.

Im 18. Jhdt. erhielt Eivissa das Stadtrecht und wurde Bischofssitz.

Ab 1960 nahm der Tourismus deutlich zu. Es gab inzwischen einen Flughafen und die Hippies hatten die Insel als Ziel für sich entdeckt.

1975, nach dem Tod Francos führte König Juan Carlos I. Spanien zur Demokratie.

1983 wurden die Balearen autonom, Palma de Mallorca wurde Hauptstadt. Seit den 90er Jahren spielt wieder der Naturschutz eine sehr große Rolle.

Geographie

Eivissa ist eine kleine Insel im Mittelmeer. Sie ist eine noch unberührte Enklave inmitten eines herrlichen, absolut sauberen Meeres. Die Steilküsten, Strände und unverwechselbaren wellenförmigen Berge sowie der fruchtbare Boden im Innern machen Eivissa zu einer ganz besonderen Insel.

Klima

Eivissa hat ein mildes und angenehmes Klima. Viele Monate des Jahres sind wie sanfter, andauernder Frühling. Ruhe und seltene Niederschläge sind ein weiteres Merkmal. Das Meer ist im Allgemeinen sehr ruhig und daher ideal für alle Arten von Wassersport geeignet.

Anreisemöglichkeiten

Flug (Flughafen Eivissa IBZ)

Fähre (Hafen Sant Antoni de Portmany) im Westen der Insel